📋 Auf einen Blick
- Banken sind seit 2016 gesetzlich verpflichtet, beim Kontowechsel zu helfen (Kontowechselservice nach § 21 ZKG).
- Die alte Bank muss alle Daueraufträge und Lastschriften innerhalb von 5 Werktagen übermitteln.
- Die neuen Zahlungspartner bekommen automatisch eine Mitteilung über deine neue Kontonummer.
- Die größten Fehler: altes Konto zu früh kündigen, Gehalt nicht umleiten, laufende Lastschriften vergessen.
- Nutze unsere interaktive Checkliste weiter unten – hake jeden Schritt ab und verliere nichts aus den Augen.
Inhalt
Warum wechseln?
Deutschlands Bankenlandschaft hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Neobanken wie N26, DKB und ING bieten oft günstigere oder sogar kostenlose Konten mit besseren Apps und Services. Gleichzeitig erhöhen viele Filialbanken ihre Gebühren oder schließen Filialen. Das sind die häufigsten Wechselgründe:
- Gebühren: Das Girokonto kostet zu viel (>10 €/Monat für Basisleistungen)
- Dispo-Zinsen: Zu hohe Überziehungszinsen (manche Banken verlangen 12–15 % p.a.)
- Service: Schlechte App, lange Bearbeitungszeiten, unfreundlicher Service
- Angebote: Neues Konto bietet Cashback, bessere Kreditkarte oder höhere Zinsen auf Guthaben
- Filialschließungen: Die nächste Filiale ist zu weit weg
Der gesetzliche Kontowechselservice
Seit 2016 sind Banken in der EU gesetzlich verpflichtet, einen kostenlosen Kontowechselservice anzubieten (§ 21 Zahlungskontengesetz, ZKG). Das bedeutet: Die neue Bank organisiert den Wechsel für dich – du musst nur eine Vollmacht erteilen.
Was die alte Bank dann tun muss:
- Alle Daueraufträge der letzten 13 Monate an die neue Bank übermitteln (innerhalb von 5 Werktagen)
- Alle Lastschriftgläubiger der letzten 13 Monate informieren
- Eingehende Überweisungen und Lastschriften für mindestens 13 Monate weiterleiten
- Das Guthaben übertragen (auf Wunsch)
Wechsel-Prozess im Überblick
Interaktive Wechsel-Checkliste
Hake jeden Schritt ab, sobald du ihn erledigt hast. Der Fortschrittsbalken zeigt dir, wie weit du bist.
Häufige Fehler beim Bankwechsel
| Fehler | Konsequenz | Lösung |
|---|---|---|
| Altes Konto zu früh kündigen | Lastschriften schlagen fehl, Rücklastschriftgebühren entstehen | Erst nach 4–6 Wochen kündigen, wenn alle Umleitungen aktiv sind |
| Arbeitgeber nicht informiert | Gehalt landet weiter auf altem Konto | Lohnbuchhaltung mind. 4 Wochen vor Gehaltsmonat informieren |
| Dispo-Schulden nicht beglichen | Konto kann nicht geschlossen werden; Schulden laufen weiter | Vor Kündigung alle Schulden ausgleichen oder Ratenplan vereinbaren |
| Kreditkarte vergessen | Kreditkarte läuft weiter, auch nach Kontoschließung | Kreditkarte separat kündigen – andere Kündigungsfrist beachten |
| Dauerauftrag nicht übertragen | Zahlung bleibt aus, Mahngebühren entstehen | Alle Daueraufträge beim neuen Konto einzeln prüfen |
Worauf beim neuen Konto achten?
Nicht jedes günstige Konto ist das Richtige. Hier sind die wichtigsten Punkte beim Vergleich:
- Kontoführungsgebühr: Kostenlos ist gut, aber achte auf Bedingungen (Mindestgeldeingang nötig?)
- Dispo-Zinsen: Branchendurchschnitt liegt bei 8–12 % p.a. Alles darunter ist gut.
- Kreditkarte: Inklusive oder kostenpflichtig? Visa oder Mastercard?
- Geldautomaten: Wie viele Filialen und Automaten gibt es in deiner Nähe?
- Online-Banking / App: Ist die App gut bewertet? Funktioniert 2-Faktor-Authentifizierung?
- Einlagensicherung: Ist die Bank durch die deutsche Einlagensicherung bis 100.000 € abgesichert?
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Zur Kreditkarte → Großer Konto-VergleichFAQ
Ja, ein Girokonto kann grundsätzlich jederzeit und ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. Die meisten Banken haben keine Mindestvertragslaufzeit. Beachte nur: Ein Dispo-Guthaben (Schulden im Minus) muss vor der Kündigung ausgeglichen werden.
Der gesetzliche Kontowechselservice bedeutet: Die neue Bank übernimmt die Koordination, sobald du ihr eine Vollmacht erteilst. Sie informiert die alte Bank, holt die Kontodaten ab und leitet deine Zahlungspartner weiter. Du musst deinen Arbeitgeber und das Finanzamt aber in der Regel selbst informieren.
Mindestens 4–6 Wochen nach dem Wechsel. So lange, bis du sicher bist, dass alle Lastschriften, Daueraufträge und Geldeingänge auf das neue Konto umgeleitet sind. Viele Banken leiten eingehende Überweisungen sogar 13 Monate lang kostenlos weiter.
Laufende Ratenkredite sind meist mit dem Konto verknüpft, von dem die Raten abgebucht werden. Du musst die Bank schriftlich informieren, dass du die Abbuchung auf ein neues Konto umleiten möchtest. Bei verbundenen Produkten (z.B. Kreditkarte und Girokonto bei derselben Bank) müssen diese separat gekündigt werden.